Startseite Foren Diskussion zu den Artikeln Die Gemeinde Zollikon sieht die Lohndifferenz bei null

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      Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen Lohngleichheit nachweisen. Zumikon verzichtet auf eine freiwillige Analyse.

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      Michael Biro

      Nicht signifikant heisst nicht signifikant

      Unter dem Titel „3,6 Prozent sind 3,6 Prozent“ empört sich Helena Trachsel, Leiterin kantonale Fachstelle Gleichstellung, über die Schlussfolgerung der Gemeinde Zollikon aus der Lohngleichheitsanalyse, wonach keine statistisch gesicherte unerklärte Lohndifferenz zwischen Mann und Frau bei der Gemeinde bestehe und diese somit bei null liege. Trachsel moniert, die Aussage impliziere, „dass 3,6 Prozent gleich null bedeutet“. Wie offenbar bei Trachsel ist das Verständnis dafür, was „statistisch signifikant“ wirklich bedeutet allgemein im Publikum generell leider wenig vorhanden, mangels entsprechender Ausbildung in der Volksschule. Dabei wäre dies von grosser Bedeutung für eine adäquate Meinungsbildung, wie z.B. auch in der Pandemiedebatte sichtbar. Um es nochmals deutlich zu sagen: Statistisch nicht signifikant bedeutet, dass das Ergebnis, hier die 3,6 Prozent, zufällig sein kann, dass die Abweichung (hier) zwischen null und 3,6% ohne jede(!) Aussagekraft ist.  Hier sind also 3,6 Prozent eben gerade nicht 3,6 Prozent. Wenn Trachsel dies wirklich nicht versteht, ist das bei einer Vertreterin einer Behörde besonders tragisch. Recht hat sie allerdings, dass die Aussage auf der Website der Gemeinde („verdienen Frauen 3.6% weniger […] verbleibende […] Lohndifferenz ist bei null“ auf jeden Fall sprachlich verunglückt ist, möglicherweise weil es auch bei dieser Formulierung am wirklichen inhaltlichen Verständnis von „nicht signifikant“ mangelte.

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